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Chronik des Instituts für Nachhaltige Gesundheitswissenschaften

Am 3. Oktober 1993 wurde die Satzung erstellt für den Förderverein für das interuniversitäre Kommunikations- und Studienzentrum Weimar e.V.

Die Gründungsmitglieder hatten zuvor vom Minister für Wissenschaft des Bundeslandes Thüringen den Auftrag erhalten, mit dessen Unterstützung eine Körperschaft für die Pflege von Wissenschaft und Forschung zu etablieren. Der Verein erfüllte somit die Auflagen der Gemeinnützigkeit. Angeschlossen war ein Institut mit der Aufgabe, ein wissenschaftliches Podium für eine an das Internet gebundene Institution einzurichten, um Erwachsenen-Bildung für "life sciences" durch Lernlaboratorien und ortsgebundene Veranstaltungen zu ermöglichen.

Die Körperschaft war vernetzt mit den Instituten "ICS" (Kybernetik und Systemtheorie) und "IPOM" (Parodontologie und Orale Medizin), sowie mit der Chefredaktion einer medizinischen Wochen-Zeitschrift.

Am 14. Juni 1994 wurde das Institut aufgrund politischer Neu-Dispositionen und aufgrund der Meinungsbildung der Mitglieder-Versammlung von Weimar nach Bonn verlegt. Von dort aus haben Mitglieder an die Private Universität Krems, Ober-Österreich, campus Bonn, gewechselt.

Der gemeinnützige Verein blieb bestehen als Center for Transdisciplinary Studies on Complex Systems and Arts e.V.
Seine Rechtsform und die Genehmigung der Finanzbehörden zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, sowie die Gemeinnützigkeit betr. der Lehre für die Weiterbildungsstudiengänge für Zahnärzte mit dem Abschluss Master of Sciences Dentistry wurden dagegen von der universitären Institution Österreichs übernommen.

In prospektiver Reaktion auf die Bologna-Erklärung 1999 hat die Mitglieder-Versammlung am 15. März 1997 die Umwandlung des Fördervereins zur E.A.S. - Europäischen Aktionsgruppe Gesundheitssystemwissenschaften beschlossen und den Förderverein nach Dersum verlegt. Jedoch wurden im Zuge von Haushaltsmaßnahmen die Fördermittel des Landes und des Landkreises zur Etablierung einer Akademie GmbH so drastisch restringiert, dass eine Eröffnung der Akademie unter starken wirtschaftlichen Druck geriet.

Der Unterzeichnete hatte sich anschließend der Initiative des Kolleg für Gesundheit und Entwicklung, Graz, angeschlossen und dort zwei Master-Studiengänge absolviert (Master of Advanced Studies und Master of Science on Complementary and Integrated Health) und dann das Kolleg sowohl als Lehrkraft für Regulationsbiologie und Regulationsmedizin, als auch als leitendes ‚staff'-Mitglied geführt. Dieses Kolleg ist mit zeitlich begrenzter Akkreditierung des Lehrganges Universitären Charakters (bis 2007/2010) ausgestattet, wobei jedoch dessen Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt werden (Ausbildungs-Vorbehalts-Gesetz Österreich).

Nachdem Mitglieder unseres Institutes mehrere Studienkonzepte in Europa geprüft haben, wurde von unserer Mitgliederversammlung am 10. April 2006 die Errichtung des Instituts für Nachhaltige Gesundheitswissenschaften e.V. beschlossen. Die Instituts-Mitglieder haben sich seit April 2005 bei der Akkreditierungs-Agentur um die Zulassung des Master-Studienganges als Post-Gradualen-Studiengang für approbierte Heilberufler bemüht (die Module des berufsbegleitenden Studiums aus Fern- und Präsenzlehre sind für deutsche Verhältnisse einmalig; der Abschluss ist kompatibel zu europäischen und außereuropäischen Master-Abschlüssen). Die praktische Hochschul-Anbindung ist zum Winter 2006/2007 geplant.
Der Master-Studiengang beinhaltet Integrative Biologie und Medizin zwischen Gesundheit und Krankheit in Theorie und Praxis.

Die Gründungsmitglieder haben sich entschieden, dem Institut eine Semantik zuzuordnen, die Umsetzung sowohl in Lehre und Studium, als auch in Forschung und Entwicklung gestattet. Sie stellt mit ihren Festlegungen das einmalige Musterprofil der Institution dar:

Festlegung "Wissenschaft"
Wir leben an einem Paradigma. Experimentelle Methode (GALILEO) hat Vorrang. In unserer neuesten Zeit ist aber Information und deren Übertragung immer mehr beherrschend. Information übernimmt das Kontinuum einer emergent komplexen Parallelwelt, an die sich das Individuum zu adaptieren hat. Da die Qualitätspflege der experimentellen Methode von der Abfolge ‚Struktur - Prozedur - Determinismus' abhängt, war zu prüfen, ob strukturelle und ergebnisorientierte Methoden noch in der Lage sind, Aussagen aufzunehmen, die nicht der Konvertierbarkeit in digitale Informationsübermittlung [von der Bio- zur Info-Medizin] analog sind.
Das ist deswegen nicht der Fall, weil Prozeduren Stellen- und Schwellenwerte haben, welche eine Entscheidung nach beiden Seiten hin verlangen, an deren Stelle eine Beurteilung zu erfolgen hat.
Beispiel dafür ist die

Festlegung "Gesundheit"
Gesundheit ist wertfrei, weil es sie nicht gibt. Sie ist die Singularisierung, in der sich Schadens-Freiheit, Reversibilität und totaler Ausfall der Progredienz eines Zustandes summieren. Sie ist "das Ding an Sich" (KANT).
Gegenspieler sind Krankheit und Leiden.
Diese sind hingegen nur eine andere Form von (Er-)Leben (VIRCHOW).
Nach CLAUDIUS GALENUS ist sie ein Punkt, der eine Strecke zwischen Gesundheit und Krankheit/Leiden begrenzt. Diese Strecke ist die 'Neutralitas'.
So festgestellte Gesundheitsformen sind in der Anschauung der Medizinen zu erhalten, bis zu Stadien der

Festlegung "Nachhaltigkeit"
Die Semantik ist definiert: Nachhaltigkeit ist regelartig aus der Forstwirtschaft des 18. Jhd. entlehnt als "Nutze nur soviel Holz, wie auch nachwächst". Zu Gesundheit im Kontext zum partnerschaftlichen Verbund zwischen Arzt und Klient/Patient überträgt sich das zu der ärztlichen Handlungsführung als "Schaffe soviel Besserung durch Information und Therapie des Klienten/Patienten, wie er selbst schafft, eigens aufrecht zu erhalten".

Festlegung "Institut"
Diese Körperschaft hat ihren Zweck zu erfüllen. In Kenntnis eines sich ankündigenden Paradigmenwechsels hat sie in allen Bildungsmodellen Aufgaben nachzugehen, die sowohl der Wissenschaft, als auch den in Studium und Lehre Betreuten nützen. Dabei kann durchaus ein semantischer oder ein Sinn-Wandel gebrochen werden. Es darf auch zu einer Umformulierung des bisher i.S.d. benannten Synergismus stattfinden, den das Institut vertritt.
 
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